etwa 300 Meter unterhalb der Unstrutquelle

Die Lage des Dorfes
Der Ort Kefferhausen
Längs des Flussbettes der Unstrut

Der Ort Kefferhausen, etwa 300 Meter unterhalb der Unstrutquelle, erstreckt sich ca. 700 Meter von West nach Ost entlang im Unstruttal. Der Dortkem liegt unmittelbar längs des Flussbettes der Unstrut. Der älteste Teil des Ortes befand sich südlich des Unstrutlaufes, von der Klumpmühle bis zum Wassergraben. Nur einzelne Häuser, wie die Antoniusmühle, standen schon nördlich der Unstrut. Es sind ein und zweistöckige Fachwerkgebäude, die nach Bauart und Beschaffenheit auf ein hohes Alter schließen lassen. Die Räumlichkeiten dieser Häuser sind bekannt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sie bestehen meistens aus einem größeren gedielten Raum mit Balkendecke und Lehmwänden, einer kleinen Herdstelle mit Steinfußboden und dem Eingang mit einem kleinen Flur. Ein noch etwas geräumigeres Haus weist höchstens noch einen kleinen Wohn oder Schlafraum mehr auf, was übrigens heute noch in den wenig veränderten oder umgebauten Häusern zu änden ist.

Den Eingang bildet eine roh gezimmerte Eichentür und eine 2 bis 3 Stufen hohe Treppe mit großen unbehauenen Steinplatten. Die unpassenden Eichentüren, wo Wind und Wetter doch Einlass ins Innere des Hauses fanden, sind heute fast ausschließlich modernen und dichtverschließenden Türen, und die unbehauenen Steintreppen schönen Treppenaufgängen gewichen. Die Außenwände dieser Häuser bestehen aus Säulen und Fachwerk. Die Fächer sind aus Holzspalier und Lehmschlag, die Dächer mit Hohlziegeln gedeckt. Durch ständige Püege sind diese alten Fachwerkhäuser bis in die heutige Zeit noch erhalten geblieben. Manche, sozusagen die ältesten dieser Fachwerkhäuser, zeigen auf der Querseite der Säulen über dem Eingang eine Jahreszahl auf. Die ältesten Daten und Jahreszahlen weisen auf ein Baujahr im 15. oder 16. Jahrhundert hin.

Damit ist keinesfalls gesagt, dass diese durchaus die ersten Häuser bzw. Wohnstätten gewesen sind, die unsere Vorfahren seinerzeit in unserem Dorf errichtet haben. Aus der Geschichte unserer Vorfahren, der alten Germanenstämme, ist bekannt, dass sie anfangs ein umher ziehendes Volk ohne feste Wohnstätten waren. Erst wesentlich später, also in dem 5. und 6. Jahrhundert, wo nach Wolf auch schon die Rede von Ansiedlungen in dem sogenannten Kebernhusen ist, sind dort von unseren Vorfahren feste Herdstellen bzw. Wohnstätten errichtet worden. Berücksichtigt man diese enorme Zeitspanne von den Bauj ahren der noch erhalten gebliebenen Fachwerkhauten aus dem 15. und 16. Jahrhundert, also rund 1000 Jahre, so gibt heute niemand mehr Auskunft und nirgends kann nachgewiesen werden, ob nicht auch in unserem Dorf zuerst offene Herdstellen oder Erdhöhlen unseren Vorfahren als Behausung gedient haben.